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Wird eine beantragte Sozialleistung abgelehnt (z.B. Kinderzuschlag, Wohngeld oder ALG I) ist es möglich im Rahmen der sog "wiederholten Antragstellung" (§26 S. 1 SGB X) rückwirkend, stattdessen nun die richtige Sozialleistung zu erhalten. Es besteht ein Nachzahlungsanspruch von bis zu einem Jahr. Generell muss der Antrag innerhalb von sechs Wochen nach Wirksamwerden des Ablehnungsbescheides erfolgen (§ 28 S. 1 SGB X i.V.m §37 Abs. 2 SGB X). Handelt es sich um ALG II-Leistungen muss der Antrag innerhalb eines Monats (§40 Abs. 3 SGB II i.V.m. § 37 Abs. 2 SGB X) erfolgen.

Ein per Post zugestellter Bescheid wird ein Monat und drei Tage nach Zugangsdatum beim Betroffenen wirksam (§37 Abs. 2 SGB X). Es besteht somit i.d.R. eine Frist von 7 Monaten + 3 Tage oder 2 Monate und 3 Tage.